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FAQ zu PDF/X

1. Warum PDF/X?

2. Was ist das Ziel?

3. Was kann ich in PDF/X tun?

4. Einsatz von PDF/X?

5. PDF/X - Job Option Datei?

6. PDF/X und Preflighting?

7. PDF/X und TIFF/IT?

8. Datenliefersoftware?

9. Gibt es nur ein PDF/X?

10. PDF/X-1a

11. PDF/X-3

12. PDF/X-2

13. Wer akzeptiert PDF/X-1a?

14. Wer akzeptiert PDF/X-3?

15. Wer akzeptiert PDF/X-2?

16. Was ist PDF/X-Plus?

17. Welches PDF/X?

18. 2003 Änderungen?

19. PDF/X:2003 benutzbar?

20. Pläne für die Zukunft?

21. PDF/X-Geschichte

22. Print-Charakteristiken?

23. Woher ICC-Profile?

24. PDF/X für TIFF/IT?

25. Duoton mit PDF/X?

26. Workflows mit PDF/X?

27. Tools für PDF/X?

28. Validierungstools?

29. Proofen von Dateien?

30. Kunden und PDF/X?

31. Applikationsentwickler?

32. Wer entwickelt Normen?

33. Normen-Publikation?

34. Wie kann ich teilnehmen?

35. Weitere Informationen?

36. PDF/A, PDF/E, PDF/UA?

37. Einschränkungen?

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9. Gibt es nur ein PDF/X?
Die PDF/X Normen können einfach für so viele Sektoren und geografische Gebiete der Druckindustrie angewandt werden, wie möglich. Sie bieten daher eine gute Grundlage für die Entwicklung für Spezifikationen, die genauer auf einen bestimmten Sektor zugeschnitten sind (siehe auch “ Was ist PDF/X Plus?)
Dennoch stellte es sich bei der Entwicklung der Normen heraus, dass es zwei Problemkreise gab, die die Anforderungen so unterschiedlich machten, dass eine einzige PDF/X Norm sie nicht erfüllen konnte.

CMYK gegenüber Device Independent

In einigen Sektoren der Druckindustrie wird erwartet, dass der Lieferant der digitalen Inhaltsdateien an einen Verleger oder eine Druckerei, die absolute Kontrolle über das behält, was gedruckt wird. Der Drucker folgt einfach nur den Anweisungen. Im Verlauf der Jahre führte diese Praxis zur Datenübermittlung in CMYK (und/oder Schmuckfarbendaten).

In anderen Gebieten der Druckindustrie übernimmt der Drucker die Verantwortung für den richtigen Druck. Viele, die in diesen Sektoren arbeiten, erstellen Dateien mit Device Independent Colour Spaces (geräteunabhängigen Farbräumen) (Gewöhnlich CIELab oder RGB mit ICC Profil – ICC = International Color Consortium). Dieses Verfahren hat verschiedene Vorteile, einschließlich die, kleinere Dateien und größere Flexibilität in der Wiederverwendung von Auftragsdaten zu bieten. Diese Vorteile, besonders die Leichtigkeit der Verwendung der Daten für mehrere Druckarten (Zeitung, Zeitschrift, Werbedruck und Digitaldruck) und einschließlich der Verwendung auf dem Web, ermutigen Leute, die sonst Dateien in CMYK übersenden, auch die Anwendung von Device Independent auszuprobieren.

Die, die in der CMYK Welt arbeiten, meinten, dass sie absolute Garantien brauchten, dass sie nicht aus Versehen Device Independent Druckdaten übermittelt bekommen. Es wurde daher beschlossen, PDF/X Normen für beide Anwendungen zu schaffen.

In diesem Dokument wird der Ausdruck “nur CMYK” so verstanden, dass Daten in RGB, Lab, ICC und “kalibrierten“ Farbräumen ausgeschlossen sind. Schmuckfarben, einzeln oder als Kombination (z.B. ein Duoton) sind nicht ausgeschlossen.

Blinder gegenüber offenem Datenaustausch

Einige Druckaufträge werden dem Drucker am besten mit wenig oder ohne technische Gespräche übermittelt – alle Verhandlungen beschränken sich auf geschäftliche Fragen. In den PDF/X Normen wird das als “Blinder Datenaustausch” bezeichnet. Es ist ein wichtiges Verfahren, wenn ein einziger Druckkunde Aufträge an viele Druckereien verschickt und wenn ein einziger Druck-Dienstleister Dateien von vielen Auftraggebern erhält. Das typische Beispiel ist die Übermittlung von Zeitschriftenanzeigen, wo die gleiche Anzeige in vielen Zeitschriften erscheint und jede Zeitschrift erhält natürlich Anzeigen aus vielen verschiedenen Quellen. Die Notwendigkeit, detaillierte Gespräche bei jeder Platzierung führen zu müssen, wäre ein großes Hindernis für die Effizienz bei Sender und Empfänger.

Es gibt jedoch Situationen, wo es für den Sender und Empfänger einer Datei (oder eines Satzes von Dateien) notwendig ist zu besprechen, wie die Datei erstellt und übertragen werden soll und in vielen dieser Fälle kann die Notwendigkeit bestehen, den Inhalt eines Auftrages auf mehrere Inhaltsdateien, vielleicht sogar auf verschiedenen Sites zu verteilen.

Die Kombination dieser beiden Unterschiede führte dazu, dass mehrere PDF/X Normen entwickelt wurden:
- PDF/X-1a für nur CMYK blinden Datenaustausch
- PDF/X-3 für blinden Datenaustausch mit Farbmanagement
- PDF/X-2 für offenen Datenaustausch
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Jede dieser Normen ist ein Subset der vorhergehenden, wobei sukzessive Restriktionen eliminiert werden.

Ein Standard für offenen nur CMYK Datenaustausch war nicht nötig, da die beiden Seiten ohnehin technische Fragen besprechen und daher ihre eigenen Restriktionen für die Datenerstellung beifügen können.

Beachten Sie bitte, dass dieses Kapitel eine Zusammenfassung der Gedanken hinter der Teilung in drei Normen ist. Leider waren die beteiligten Gruppen nicht in der Lage, diese gedankliche Grundlage vor der Entwicklung der PDF/X Normen auszudrücken und weltweite Übereinstimmung war anfangs nicht einfach. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb die Nummernreihenfolge nicht so logisch ist, wie sie sein könnte.




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